Kaltenborn.

Zum Joseph.

(Abspliß von Selkinghausen.)

Der Kotten Kaltenborn.

schon 1705 sind nach den Contribualen der Kotten Im Joseph von Selkinghausen genannt. Thomas im Josef wird unter das Gut gerechnet, Caspar im Joseph besitzt bis 1795 den Kotten, der mit 80 Talern Wert 2 St. 10 ¾ Pf. zahlen soll. 1795 erben ihn die Kinder Kaltenborn. 1810 sind O. H. und Diedrich Kaltenborn Besitzer. Ihnen folgen 1836 Peter Caspar Kaltenborn. 1872 Eduard Kaltenborn, 1906 Ernst Kaltenborn. Er verkauft den Kotten 1909 Ernst Kaldenborn. Der verkauft den Kotten 1909 an die Kastroper Sprengstoffwerke A. G. Die den Hof abreißen lässt. Die Kaltenborns kommen von Kallenborns Kotten.

Schafherde auf Kaltenborn.

„das älteste Kirchenbuch wurde im Jahre 1674 von dem Pastor Borberg angefangen. Pastor Borberg schreibt, Dass es bald nachdem Antritt seines Predigtamtes „ aufgerichtet“ habe weil kein besonderes Buch hinzu vorfand. Die Wichtigkeit der Kirchen = Register war damals vielfach noch unbekannt. Daher sind die Eintragungen anfangs sehr mangelhaft. Aus den 4 Jahren von 1677 bis 1680 ist zum Beispiel nichts notiert. Bemerkenswert ist, Dass bis zum Jahre 1766 nicht der Geburtstag, sondern nur der Tauftag in das Kirchenbuch eingetragen wurde. Bis 1756 ist in den Taufregistern nur der Name des Vaters eingetragen, oft nicht einmal der Name des Kindes. Erst seit 1766 finden sich die Namen der Mutter und der Taufzeugen. Bei den Trauungen heißt es oft statt des Datums nur. „ Im Herbst.“ In dem Sterberegister, wird nur der Tag der Beerdigung vermerkt, nicht der Todestag, bisweilen ist nicht einmal der Name des Verstorbenen genannt, sondern es heißt nur

Revierförster auf Kaltenborn.

„ Jorgen im Kaltenborn seine Mutter“ oder „ Peter zu Kalthausen Stieftöchterlein“ oder

„ Eine Frau“ „ Ein Einwohner zu Hobräck“. Seit 1766 werden in dem Sterberegister das Alter des Verstorbenen und die Todesursache vermerkt. Die Sterblichkeitsziffer bleibt also hinter der Zunahme der Seelenzahl zurück. In der Zeit von 1700 – 1800 war die Sterblichkeit am größten, wenn die „ rote Ruhr“ grassierte. Pastor Baedeker bemerkte

Schafzüchter auf Kaltenborn.

„ Dass die natürlichen Blattern anfangs tödlicher waren als nachher, da die Menschen über die Behandlungen der Kranken mehr Belehrung erhielten und sie nicht mehr hinter dem heißen Ofen lagerten.“ 1798 war die letzte Pockerepedemie seit der

„ Impfung der Schutzblattern“ gab es, wie Baedeker berichtet, kein einziges Beispiel von natürlichen Blattern mehr.

Schafsherde auf Kaltenborn.

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