Bandeisenveredelung früher, heute Edekamarkt.

Bandeisenveredelung früher, heute Edekamarkt.

Firma Gogarten und Schmidt. Etwas oberhalb des Dahler Eisenbahn- Viaduktes über die Volme befindet sich der Rest eines Wehres, welches als Sohlabsturz nicht mehr genutzt wird. Diese Schlacht

 

Gogarten & Schmidt Bandeisenveredlung.

Ortsmitte Dahl“ speiste früher einen linksseitigen Obergraben, an dessen Ende eine Wassermühle stand. Kriegs- und Domänenrat Schmitz berichtete 1728 an das Generaldirektorium zu Berlin, dass „dem Dahl zu Degingk“ eine Privatmühle gehört. Kurz und knapp sagt Eversmann 1804 herzu. „Mahlmühle zu Dahl“. Gegen 1850 bildete sich um die alte Mühle herum an der heutigen Mühlbachstraße“ ein sogenanntes Mühlendorf mit ca. 30 Familien. Die Mühle gehörte seit 1906 Gogarten & Schmidt. Der ehemalige Lumpenfabrik, Gustav Schmidt, erbaute später den Margaretenhof und benannte ihn nach seiner Tochter Margarete. Elektrische Bedarfsartikel. Gogarten & Schmidt G. m. b. H. in Dahl errichtete ihren Betrieb zur Herstellung von Bedarfsartikeln für elektrische Beleuchtung

Gogarten & Schmidt Bandeisenveredlung. Hier steht jetzt der Edeka Markt.

im Jahre 1906. Bei regem Eingang von Aufträgen hat sich das Werk gut entwickelt und beschäftigt heute etwa 90 Arbeiter und Arbeiterinnen. Dazu führen einige Arbeiter Bontierarbeiten in Heimarbeit aus. Die Fabrik wird durch Wasserkraft und Elektrizität angetrieben. Die Fabrikate gehen zum größten Teil ins Ausland. Zum Hause Dahl gehörte eine Kornmühle, die schon so lange steht, wie das Gut Dahl selbst. Von Steinen erwähnt sie als eine „schöne Kornmühle“ , sie hatte 2 Mahlgänge. Die Häusergruppe darum entstand in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts und heißt im Volksmunde das „Mühlendorf“. Doch ist die andere nach der lehmigen Beschaffenheit des Bodens gebräuchliche Bezeichnung „Lehmkuhle“ für denselben Ort noch gebräuchlicher. Die Mühle gehört seit 1906 Gogarten & Schmidt. Die noch vorhandene von dem König Friedrich II. eigenhändig

Mühle von Haus Dahl mit obergraben.
Gogarten & Schmidt.

unterzeichnete Bestätigung des Erbpachtkontrakts hat folgenden Wortlaut. „Nachdem seine Königliche Majestät in Preußen, Unser allergnädigster Herr

Der Margaretenhof.
Das Wohnhaus von Schmidt, Den Turm im Eiskeller ist ein Fantasieturm und hat nichts mit der Wasserburg, später Haus Dahl etwas zu tun.

resonvieret haben, die zur Renthey Altena gehörigen beide sogenandte Dahler und Walk Mühlen in Erb Pacht unterzubringen: Alß confirmieren, ratihabiren und bestätigten Höchstdieselbe den darüber

Edeka Markt. auf den ehemaligen Geländer der Bandeisenveredlung Gogarten & Schmidt.

zwischen dero Clevischen Kriegs= und Domainen = Cammer und dem Rathmann Johann Casper Goebel zu Breckerfelde unterm 20. Augusti 1766 geschlossen und hierneben gehefteten Erb = Pacht = Contract, wornach benandter Goebel pro anno Canone Vier Hundert und Zehen Tal. In edictmäßigen Mümz = Sorten und an Erbstandes Geldern für die übernommene Mühlen = Gebäude und Gerätschaften Ein Tausend Drey und Fünfzig Tal. 8 stbr. 2 Pf. In Golde, sogleich baar entrichtet, hiermit in allen seinen Puncten und befehlen gedachter Kriegs und Domainen = Cammer zugleich, den Erbpächter und seine Erben, so lange sie diesen Kontract erfüllen, gebührend zu schützen. Margaretenhof. Hotel / Fremden – Pension Dahl. Größtes und modernstes Haus am Platze in 2 Morgen großem, schattigen Park mit alten Baumbeständen an der Volme gelegen. 35 Betten, 28 Zimmer mit fließendem Wasser / aller Komfort. Preis für Übernachtung Mk. 2,50 – 3,50 Volle Pension. Mk. 4,00 – 6,50 Kl. Wochenende Mk. 5,50 – 6,50, Gr Wochenende Mk. 11,00 Fluss – und Sonnenbäder / Auto – Parkplatz. Wo früher die Mühle von Haus Dahl und später die Firma Gogarten & Schmidt gestanden haben ist heute der Edekamarkt.

Das Haus von Schmidt etwas später-
Der Obergraben.

 

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