Der evangelische Friedhof und das Friedhofskreuz.

Der evangelische Friedhof und das Friedhofskreuz.

derselbe lag früher auf dem jetzigen Kirchplatz. Im Jahre 1848 wurde der neue (jetzige) Friedhof in Benutzung genommen. Er wurde seitdem zweimal erweitert, und bedarf in der nächsten Zeit wieder eine Vergrößerung. Im Jahre 1911 wurde zur Verwaltung des Friedhofs eine besondere Friedhofsmission gewählt, und eine Friedhofsordnung eingeführt, aus der hier einige Bestimmungen abgedruckt werden damit sie zu allgemeinen Kenntnis und Beachtung gelangen. Für Begräbnisse sind besondere Plätze bestimmt. Innerhalb der Reihengräber kann eine Grabstelle auf Wunsch freigehalten werden, worüber im Einzelfall der Vorsitzende des Presbyteriums entscheidet. Der Erwerber einer Erbbegräbnisstelle erhält das Recht, dieselbe für sich und seine Angehörigen zur Beerdigung zu Benutzen. Die Übertragung dieses Rechts ist nur durch Vererbung an Angehörige zulässig. Der Besitzer des Rechtes ist verpflichtet, die Erbbegräbnisstelle mit einer angemessenen eisernen oder steinernen Umwehrung zu umgeben, dieselbe ebenso, wie die etwa errichteten Baulichen, die der Genehmigung des Presbyteriums bedürfen, in gutem Zustand zu halten. Kommt er dieser Verpflichtung nicht binnen 6 Monaten nach erfolgter Aufforderung nach, so erlischt sein Recht auf weitere Benutzung der Stelle. Alle Pflanzungen und sonstigen Anlagen auf der Grabstelle müssen im Einvernehmen mit dem Friedhofsverwalter angelegt werden und in Stand gehalten werden. Grabschriften bedürfen soweit sie sich nicht auf die Angabe des Namens, Standes des Geburts = und Todestages beschränken der vorherigen Genehmigung des Vorsitzenden des Presbyteriums. Anlagen, welche vorstehenden Vorschriften nicht entsprechen oder sonst die zweckentfremdende Benutzung des Friedhofes stören, können vom Presbyterium auf Kosten des jenigen der sie anlegt, beseitigt werden. Laienreden oder Ansprachen, sowie Handlungen anderer auswärtiger Geistlicher, Gesänge und sonstige Feierlichkeiten am Grabe sind nur mit Genehmigung des Vorsitzenden des Presbyteriums gestattet.

Friedhofskreuz auf dem ev. Friedhof.

Das Friedhofskreuz. Im Jahre 1847 wurde ein neuer Friedhof in der Nähe des Pfarrhauses auf Pfarrgrundstücken angelegt. Die erwähnte, bis 1912 reichend und dieser Festschrift vorangestellte Chronik diente nicht nur der notwendigen Aufarbeitung unserer gemeindlichen Kirchengeschichte, sondern sollte über den Reinerlös auch einer Bereicherung des Bildes unseres Friedhofs zustatten kommen. Damals wurde das Friedhofkreuz errichtet, das aus einem Ca. 3 m hohen unbehauenen Granitblock besteht, auf dem einen rund 1m hohen, aus dem gleichen Gestein bestehenden Kreuz aufgesetzt ist. Dieses schichte Monument lange Zeit der räumlichen Mittelpunkt des Friedhofes markierend stellt auch noch in unseren Tagen ein prägendes Element äußerer Friedhofsgestaltung dar.

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