Volmebett vor der Bogenbrücke.

Volmebett vor der Bogenbrücke.

Die Volmebrücke in Dahl Über die Geschichte der heutigen Steinbrücke über die Volme in Dahl gibt es offenbar keine zusammenhängenden Darstellungen, auch nicht beim Straßen – und Brückenbauamt

Dahl um 1900.

der Stadt Hagen, das für die Unterhaltung der Brücke verantwortlich ist. Im Archiv der Stadt Breckerfeld (1), zu deren Amtsbezirk Dahl seit der Übernahme der Grafschaft Mark durch Brandenburg – Preußen bis zur Eingliederung in die Stadt Hagen im Jahre 1975 gehörte, befindet sich ein Hinweis auf eine Volmebrücke in Dahl in Form einer Vermessungskarte vom 23. September 1790, wonach der Scheffe und Land – Messer Johann Herman Clever aus Halver den Weg von Breckerfeld bis an die Dahler Brücke aufgemessen hatte. Auch auf einer Landkarte mit der Bezeichnung „Die Grafschaft Mark, gezeichnet von Friedrich Christoph Müller, Prediger zu Schwelm und Mitglied der Kön. Preuß. Academie der Wissenschaften“, herausgegeben von P. F. Weddigen 1791 (5) ist in „Dahle“ bereits eine Brücke über die „Volme“ eingetragen. In der Chronik des

Dahl um 1920.

katholischen Pfarrers Meier zu Breckerfeld (2) ist in der Kommunal – Rechnung des Jahres 1811 für die Stadt Breckerfeld, die zum ersten Male unter napoleonischere Herrschaft in Francs und Centimes aufgestellt worden war, unter II. Ausgabe, Titel II. Cap. III, Ziff. 1 (Bauten) vermerkt. „Dem Schürmann für Brücken und Wege Reparatur 321 Fr., 77 Ct.“ Und bei Cap. VIII., Ziff. 6. (Unvorhergesehene Ausgaben) steht: „Dem H. Maire für rückständige Reparatur – Kosten an der Dahler Brücke 79 Fr., 68 Ct.“ Aus diesen Hinweisen auf eine Brücke in Dahl ist jedoch nicht zu erkennen, um welche Art der Konstruktion es sich damals handelte. Es darf wohl mit Recht vermutet werden, dass es eine der in dieser Gegend üblichen hölzernen Balkenbrücken auf Holzjochen gewesen sein muss, wie sie bei Claas (3) am Beispiel der letzten größeren Holzbrücke

 

Auf der linken Seite der Volme ist der Zaun zu erkennen.

in Hagen – Kabel abgebildet ist, zumal aus den Berichten über den Zustand der Wege im Volmetal aus dem Jahre 1837 hervorgeht, dass diese nur mit Fuhrwerken befahren werden können, die eine Last von nicht mehr als 7 Zentnern zu befördern in der Lage sind was keinesfalls auf eine stärkere Brücke hindeutet (1). In den Jahren von 1844 bis 1847 hat man dann die im Volmetal vorhandenen Wege von Hagen bis Meinerzhagen (die heutige Bundesstraße 54) zur Chaussee ausgebaut und befestigt. In dieser Zeit war nun auch die Gemeinde Dahl bemüht, eine dauerhafte und massive Brücke über die Volme zu erhalten, was aus einem Schreiben des Gemeindevorstehers Christian Schriever an den Bürgermeister Beuermann „Wohlgebohren in Breckerfeld“ vom 15. Februar 1843 hervorgeht. In diesem Schreiben versucht der Gemeindevorsteher

Auf der Vermessungskarte vom Landvermesser Johann Peter Hobräck sind drei Brücken zu erkennen.

auf pfiffige Weise die Gelder, die zum Bau eines Denkmals für den verstorbenen Landrat Gerstein vorgesehen waren (dessen Familie bewohnte zu jener Zeit den Adelssitz Haus Dahl), für den aus seiner Sicht unterzubringenden Brückenbau über die Volme in Dahl zu verwenden, indem er schrieb: „Es ist in der letzten Versammlung des Comitee für Gersteins Denkmal, der Vorschlag nicht günstig gelaufen, dass die vorräthigen Gelder auf den Weg nach Dahl verwendet werden sollten. Obschon wir das Andenken des Verstorbenen Herrn Landrath Gerstein, in einer in die Augen fallend zweckmäßigen bildlichen Darstellung nicht weniger zu ehren gedenken wie jeder andere, so sind wir doch der Ansicht, dass bei gleichmäßig erreichtem Zwecke ein realer Nutzen verbunden werden könnte, wir diesem den Vorzug geben könnten. Die Frage wäre nun, ob nicht dies in dem nähmlichen Grade, durch

Zwischen den Brücken.

Neubau einer Brücke, unter Anbringung eines großen Steins mit der Bezeichnung „Gersteins Denkmal“ erreicht werden könnte, wie durch eine Statue…….“ Die Antwort aus Breckerfeld war, wie konnte es auch anders sein, leider ablehnend . Aber fünf Jahre später ist dann im Hagener Kreisblatt die amtliche Bekanntmachung zu lesen: „Der Bau einer massiven Bogenbrücke über die Volme zu Dahl, veranschlagt zu 1280 Thlr. Soll am Freitag, den 17 März curr., Morgens 10 Uhr, beim Herrn Gastwirth Kruskopf daselbst öffentlich wenigstfordernt verdungen werden. Plan, Kosten – Anschlag und Vorwarden liegen hier zur Einsicht offen. Breckerfeld, den 29. Februar 1848. Der Amtmann: Nölle.“ Als Baujahr, d. h. als Jahr der Fertigstellung, der Volmebrücke in Hagen – Dahl kann demzufolge 1850 als ziemlich sicher angenommen werden. In den folgenden

Eisenbahnbrücke.

Jahrzehnten hat es offenbar keine nennenswerten Ereignisse gegeben, die im Zusammenhang mit der Brücke gestanden haben. Die Wirren des 2. Weltkrieges hat sie ohne Zerstörungen überstanden, und erst mit zunehmendem Verkehr durch schwere Lastkraftwagen – die Brücke diente als Zufahrt zu einigen Industriebetrieben – stellten sich die für die alte Steinbrücke typischen Schäden ein: Ausweichen der seitlichen Stirnwände, Verdrückungen und Pflasterbelag und vermehrtes Eindringen von Wasser in das Mauerwerk. Erst als 1974 volmeabwärts eine moderne Spannbetonbrücke gebaut worden war, konnte die Stadt Hagen die alte Brücke nur noch für den Fußgängerverkehr einrichten und sie in den Jahren 1975 und 1977 gründlich instand setzen lassen.

Hochwasser am 31.12.1926. das Wasser stand 40 cm in der Kirche und im gesamten Dorf standen die Keller unter Wasser..
1949 wurde die Mauer zwischen der Eisenbahnbrücke und der Bogenbrücke gebaut.

 

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